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SmILE-Projekt startet zur Innovation im Management muskuloskelettaler Erkrankungen

Das LIH schließt sich einer europäischen Initiative zur Entwicklung intelligenter Lösungen für muskuloskelettale Erkrankungen an

02 April 2025 3minuten

Das Luxembourg Institute of Health (LIH) ist stolz darauf, Teil des neu gestarteten SmILE-Projekts zu sein – einer wegweisenden Initiative, die intelligente Technologien zur Bewältigung muskuloskelettaler nichtübertragbarer Krankheiten (MSK-NCDs) nutzt. Durch die Integration digitaler Gesundheitslösungen und KI-gesteuerter Datenplattformen zielt SmILE darauf ab, die Prävention zu verbessern, frühzeitige Interventionen zu ermöglichen, personalisierte Therapien zu entwickeln, die Autonomie der Patienten zu stärken und die Belastung der Gesundheitssysteme zu reduzieren.


Muskuloskelettale nichtübertragbare Krankheiten (MSK-NCDs) stellen eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen dar – nicht nur für eine alternde Gesellschaft, sondern auch für jüngere Bevölkerungsgruppen. Weltweit sind Millionen von Menschen von Erkrankungen wie Arthrose, Osteoporose, rheumatoider Arthritis und Frakturen betroffen. Das im Rahmen des Horizon Europe-Programms gestartete SmILE-Projekt wird die Prävention und das Management von MSK-NCDs durch modernste digitale Werkzeuge und intelligente Medizingeräte revolutionieren. Bereits heute umfasst die Arbeit des Konsortiums Prototypen wie Frakturplatten mit Sensoren, die den Heilungsprozess überwachen und die Notwendigkeit von Röntgenaufnahmen reduzieren können. Weitere Anwendungsfälle in der Entwicklung beinhalten intelligente Hüft- und Knieimplantate, die den optimalen Rehabilitationsverlauf verfolgen oder Abweichungen melden, die eine frühzeitige und personalisierte Intervention erfordern.

Das Herzstück von SmILE ist die Entwicklung einer universellen Chip-Plattform, die bestehende Medizinprodukte in intelligente Implantate oder Orthesen verwandelt und eine aktive Gesundheitsüberwachung ermöglicht. Durch die Erfassung physischer und biologischer Daten in KI-Systemen wird eine kontinuierliche Datensammlung, frühzeitige Diagnose und personalisierte Gesundheitsberatung über eine patientenzentrierte digitale Plattform ermöglicht. Das KI-gestützte System kombiniert Daten von Wearables, intelligenten Sensorimplantaten und Gesundheitsbewertungen, um umsetzbare Erkenntnisse zu liefern – sowohl für Patienten als auch für medizinische Fachkräfte.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Sprunggelenksorthese nach einer Verletzung oder ein künstliches Hüftgelenk erhalten, und das Implantat kann Ihnen und Ihrem Arzt mitteilen, ob Sie sich gut erholen oder zusätzliche Therapie benötigen“, erklärt Dr. Bernd Grimm, leitender Forscher und Leiter der Gruppe Human Motion, Orthopaedics, Sports Medicine and Digital Methods (HOSD) am LIH.

Das LIH spielt durch die HOSD-Gruppe eine Schlüsselrolle in dieser Zusammenarbeit.
Unsere Beteiligung an SmILE ist ein bedeutender Schritt zur Neugestaltung des MSK-NCD-Managements“, sagt Dr. Grimm. „Durch den Einsatz modernster digitaler Werkzeuge möchten wir frühzeitige Interventionen verbessern, die Mobilität fördern und letztlich die Lebensqualität der Patienten steigern.

Über die medizinischen Fortschritte hinaus fördert SmILE auch die soziale Inklusion, indem ältere Patienten in digitale Gesundheitslösungen eingebunden werden. Mit einem Budget von 20,7 Millionen Euro und 25 Partnern aus 12 europäischen Ländern läuft das Projekt über 60 Monate und legt den Grundstein für eine intelligentere und effizientere muskuloskelettale Gesundheitsversorgung.

Mehr Informationen zum SmILE-Projekt finden Sie hier.

Scientific Contact

  • Bernd
    Grimm
    Group Leader, Human Motion, Orthopaedics, Sports Medicine and Digital Methods

    Department of Precision Health

    Contact

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